Eine kleine Einstellung mit großer Wirkung
Oberhitze, Unterhitze oder Umluft?
Diese drei Einstellungen kennt wahrscheinlich jeder Backofen. Trotzdem ist oft gar nicht so klar, welche davon beim Backen eigentlich die richtige ist.
Gerade beim Tortenbacken kann die Wahl der Heizart einen Unterschied machen. Denn ein guter Tortenboden soll nicht einfach nur durchgebacken sein. Er sollte eine angenehme, saftige Struktur haben, sich gut schneiden und anschließend problemlos füllen und dekorieren lassen.
Deshalb spielt die richtige Backofeneinstellung bereits beim ersten Schritt einer Torte eine Rolle. Auch für eure Tortenböden in meinem Cake Affairé Tortenworkshop in Solingen achte ich auf genau diese Details.
Mein Lieblingsboden für Torten: Biskuit
Für meine Torten arbeite ich besonders gerne mit Biskuitböden. Biskuit ist für mich eine tolle Grundlage für Torten, weil er leicht und gleichzeitig angenehm saftig sein kann und sich wunderbar mit verschiedenen Füllungen und Cremes kombinieren lässt. Außerdem lässt er sich nach dem Backen gut in mehrere Schichten teilen und eignet sich dadurch ideal für den Tortenaufbau. Ein guter Tortenboden ist schließlich die Grundlage für alles, was danach kommt: Füllung, Einstreichen und natürlich das eigentliche Cake Design.
Im Tortenworkshop backt ihr die Böden nicht selbst
Eine Besonderheit meines Cake Art Tortenworkshops ist, dass ihr euch während des Workshops nicht erst um das Backen des Tortenbodens kümmern müsst. Die Biskuitböden werden von mir vorbereitet und bereits fertig gebacken zum Workshop mitgebracht. So können wir uns im Kurs ganz auf das konzentrieren, worum es beim Cake Art Workshop eigentlich geht: den Aufbau und die Gestaltung eurer eigenen Torte.
Ihr arbeitet also mit vorbereiteten Böden und könnt direkt mit dem Füllen, Einstreichen und Dekorieren beginnen. Aber natürlich spielt es trotzdem eine Rolle, wie diese Böden gebacken wurden. Und genau hier kommen Ober- und Unterhitze und Umluft ins Spiel.
Ober- und Unterhitze: So backe ich meine Biskuitböden
Bei Ober- und Unterhitze wird der Backofen von oben und unten beheizt. Im Gegensatz zur Umluft wird die heiße Luft dabei nicht aktiv durch einen Ventilator im Backraum bewegt. Für empfindliche Teige wie Biskuit ist das eine sehr gute Möglichkeit, eine gleichmäßige und schonende Backumgebung zu schaffen.
Meine Biskuitböden backe ich deshalb mit Ober- und Unterhitze. Das sorgt für die Grundlage, mit der wir später im Tortenkurs in Solingen arbeiten. Dabei geht es nicht darum, dass Umluft grundsätzlich schlechter wäre. Die verschiedenen Heizarten haben unterschiedliche Vorteile und eignen sich für unterschiedliche Backwaren.
Was passiert bei Umluft?
Bei Umluft wird die warme Luft im Backofen durch einen Ventilator bewegt. Dadurch wird die Wärme im gesamten Backraum verteilt und schneller an die Oberfläche des Gebäcks übertragen. Das ist beispielsweise praktisch, wenn du mehrere Bleche gleichzeitig backen möchtest. Auch für Gebäck, das außen schön knusprig werden soll, kann Umluft sehr gut geeignet sein. Denn die bewegte Luft fördert die Verdunstung von Feuchtigkeit an der Oberfläche. Das kann bei Plätzchen, Keksen oder Mürbeteig genau der gewünschte Effekt sein. Für einen saftigen Biskuitboden ist dieser Effekt dagegen nicht unbedingt das, was wir erreichen möchten.
Deshalb backe ich Biskuit nicht einfach mit Umluft
Biskuit gehört zu den empfindlicheren Teigen. Beim Backen soll er aufgehen und eine möglichst gleichmäßige Struktur entwickeln. Gleichzeitig möchten wir eine angenehme, saftige Konsistenz erhalten. Deshalb setze ich bei meinen Biskuitböden auf Ober- und Unterhitze statt Umluft.
Das ist auch eine gute Faustregel für das Backen zu Hause:
Kuchen, Biskuit und viele empfindliche Teige → Ober- und Unterhitze
Plätzchen, Kekse und knuspriges Gebäck → Umluft
Natürlich gibt es immer Ausnahmen und das jeweilige Rezept sollte grundsätzlich die erste Orientierung sein.
180 °C sind nicht gleich 180 °C
Ein häufiger Fehler beim Backen ist, die Temperatur aus einem Rezept einfach unverändert von Ober- und Unterhitze auf Umluft zu übertragen.
Steht im Rezept beispielsweise:
180 °C Ober- und Unterhitze
sind damit nicht automatisch auch 180 °C Umluft gemeint.
Als grobe Faustregel gilt:
180 °C Ober-/Unterhitze ≈ 160 °C Umluft
200 °C Ober-/Unterhitze ≈ 180 °C Umluft
Die etwa 20 °C Unterschied sind allerdings nur eine Orientierung. Je nach Backofen und Rezept kann die optimale Einstellung abweichen.
Deshalb solltest du dich immer zuerst an die Heizart und Temperaturangabe des jeweiligen Rezepts halten.
Wann Oberhitze oder Unterhitze alleine sinnvoll sein können
Ober- und Unterhitze lassen sich bei vielen Backöfen auch einzeln einsetzen.
Nur Unterhitze kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn ein Boden von unten stärker gebacken oder besonders knusprig werden soll. Bei einer Pizza ist das beispielsweise hilfreich.
Nur Oberhitze kann dagegen am Ende eines Backvorgangs verwendet werden, wenn eine Oberfläche noch stärker gebräunt werden oder eine Kruste bekommen soll. Das kennst du beispielsweise von Aufläufen.
Für einen klassischen Biskuitboden würde ich dagegen nicht mit diesen einzelnen Heizarten arbeiten, sondern bei der vorgesehenen Ober- und Unterhitze bleiben.
Und was bedeutet das für eure Torte im Cake Affairé Tortenworkshop?
Auch wenn ihr bei meinem Tortenworkshop in Solingen nicht selbst am Backofen steht, steckt bereits einiges an Vorbereitung in dem Tortenboden, mit dem ihr später arbeitet. Ich backe die Biskuitböden vorab und bereite sie für euren Workshop vor. Ihr bekommt dadurch eine fertige Grundlage und könnt euch im Kurs auf das konzentrieren, was viele am Tortenmachen besonders lieben:
Füllen. Einstreichen. Dekorieren. Cake Art.
Dabei könnt ihr euch ganz auf eure eigene Torte konzentrieren, ohne während des Workshops auf Backzeit und Backofentemperatur achten zu müssen. Und vielleicht nehmt ihr neben eurer fertigen Torte trotzdem noch ein kleines Stück Backwissen mit nach Hause. Denn wenn ihr das nächste Mal selbst einen Biskuit für eure Torte backt, wisst ihr bereits:
Ober- und Unterhitze ist hier eure beste Freundin.
Tortenkurs in Solingen zwischen Düsseldorf und Köln
Wenn du nach einem Tortenkurs in Solingen suchst oder aus Düsseldorf, Köln und der Umgebung kommst und Lust auf einen kreativen Cake-Art-Workshop hast, findest du bei Cake Affairé ein etwas anderes Torten-Erlebnis. In meinem Tortenworkshop in Solingen gestaltet jede Teilnehmerin ihre eigene Torte. Die Böden sind bereits vorbereitet, sodass wir uns gemeinsam auf das konzentrieren können, was den Workshop ausmacht: das Arbeiten mit Füllungen, Buttercreme und verschiedenen Cake-Art-Techniken. Und natürlich darf am Ende jede Teilnehmerin ihre selbst gestaltete Torte mit nach Hause nehmen.
Oberhitze, Unterhitze oder Umluft? Das Wichtigste auf einen Blick
Wenn du dir nur ein paar Dinge merken möchtest:
Biskuit & Tortenböden → Ober- und Unterhitze
Kuchen & empfindliche Teige → häufig Ober- und Unterhitze
Plätzchen & knuspriges Gebäck → häufig Umluft
Mehrere Bleche → Umluft kann praktisch sein
180 °C Ober-/Unterhitze → als Orientierung etwa 160 °C Umluft
Und wenn du bei einem Rezept unsicher bist, gilt immer: Die Angabe im Rezept hat Vorrang. Denn beim Tortenbacken kommt es nicht nur darauf an, welche Zutaten du verwendest. Auch kleine Details wie die richtige Heizart können beeinflussen, wie dein Ergebnis am Ende wird. Genau deshalb bereite ich die Böden für meinen Cake Art Tortenworkshop mit derselben Sorgfalt vor, die auch später beim Füllen und Dekorieren eurer Torte wichtig ist.
Eine schöne Torte beginnt schließlich mit einem guten Boden. 🎂
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